Nachruf James M. Stayer (1935−2025)

Den Ursprüngen täuferischer Bewegungen auf der Spur

Autor/innen

  • Hans-Jürgen Goertz

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213045

Abstract

Der Nachruf würdigt die herausragende Bedeutung von James M. Stayer für die Erforschung der Täuferbewegung. Stayer prägte einen Paradigmenwechsel in der Täuferforschung: Statt eines einheitlichen Ursprungs (Monogenese) betonte er die Vielfalt und parallele Entstehung täuferischer Bewegungen (Polygenese) in unterschiedlichen Regionen während der Reformation. Seine Arbeiten führten zu einer differenzierten Sicht auf die Ursprünge und Entwicklungen der Täufer, förderten internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und stärkten die ökumenische Perspektive. Stayer wird als Mentor und Impulsgeber gewürdigt, der die Täufer nicht als Randfiguren, sondern als integralen Teil der reformatorischen Bewegung verstand.

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Veröffentlicht

2026-09-01