Erinnerte und erhoffte Geschichte

Autor/innen

  • Fernando Enns

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213037

Abstract

Der Autor stellt heraus, dass das Erzählen von Geschichte(n) in der Täufer- und Mennonitentradition zentrale Bedeutung für die Identitätsbildung hat. Die Art und Weise, wie erinnert wird (das "Wie"), ist ebenso wichtig wie der Inhalt des Erinnerns (das "Was").  Die Täufergeschichte wird als Teil der größeren "Story Gottes" verstanden, in die individuelle und kollektive Erfahrungen eingebettet sind. Kritische und inklusive Erinnerung – auch an Brüche und Verfehlungen – ermöglicht Heilung und Versöhnung und verhindert, dass die Tradition zur starren Selbsterzählung wird. Ziel ist eine lebendige, hoffnungsvolle Identitätsfortschreibung, die Beziehungen zu anderen fördert und die Glaubwürdigkeit des eigenen Glaubens stärkt.

Autor/innen-Biografie

Fernando Enns

Prof. Dr. Fernando Enns ist mennonitischer Theologe. Er lehrt (Friedens-) Theologie und Ethik an der Freien Universität Amsterdam und ist Inhaber der Stiftungsprofessur „Theologie der Friedenskirchen“ im
Fachbereich Ev. Theologie der Universität Hamburg. Er ist stellv. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland und seit 1998 Mitglied im Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen.

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Veröffentlicht

2026-09-01