Täuferforschung und Jubiläum

Ein persönlicher Blick

Autor/innen

  • Anselm Schubert

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213029

Abstract

Der Autor meint, dass das Täufergedenken 2025 und ähnliche Jubiläen oft weniger die kritische historische und theologische Forschung widerspiegeln, sondern vielmehr identitätsstiftende und erinnernde Funktionen erfüllen. Jubiläen greifen häufig auf vereinfachende Narrative zurück, wie etwa das Bild der verfolgten, friedliebenden Kirche, ohne die komplexen historischen und theologischen Kontexte differenziert darzustellen. Die eigentliche Stärke der Täuferbewegung liege in ihrer ethischen Konsequenz und der offenen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Differenz zwischen kirchlicher Erinnerungskultur und wissenschaftlicher Forschung notwendig und sinnvoll ist, da sie die Freiheit und kritische Funktion der Wissenschaft sichert.

Autor/innen-Biografie

Anselm Schubert

Prof. Dr. Anselm Schubert lehrt Neuere Kirchengeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2007 wurde er mit einer Untersuchung zu „Täufertum und Kabbalah. Augustin Bader und die Grenzen der Radikalen Reformation“ habilitiert.

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Veröffentlicht

2026-09-01