Lasst die „Leczköpfe“ reden!
Freiheit(en), die ich meine
DOI:
https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213025Abstract
Die Autorin zeigt, dass der Begriff und das Verständnis von "Freiheit" im Kontext der Reformation und insbesondere bei den Täufern vielschichtig, historisch gebunden und keineswegs mit heutigen Vorstellungen von Religionsfreiheit oder Toleranz gleichzusetzen ist. Die Täufer forderten zwar Freiräume für ihren Glauben und ihre Gewissensentscheidungen, lehnten aber eine umfassende politische Revolution meist ab. Ihre Forderung nach Toleranz und Gewissensfreiheit war situationsgebunden und bezog sich primär auf die eigene Glaubensgemeinschaft. Die Autorin lädt dazu ein, differenziert über historische Freiheitsvorstellungen nachzudenken und vorsichtig mit Übertragungen auf die Gegenwart umzugehen.