Der aufrührerische Täufer Hans Girenbader

Ein exemplarischer Lebensweg in der Bewegung der radikalen bäuerlichen Reformation auf der Zürcher Landschaft von 1525

Autor/innen

  • Matthias Hui

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213024

Abstract

Der Autor analysiert die radikale bäuerliche Reformation und den Bauernkrieg von 1525 im Zürcher Oberland am Beispiel von Hans Girenbader. Er zeigt, wie sich die Reformation von einer theologischen Bewegung zu einer breiten, gesellschaftlichen Massenbewegung entwickelte, die religiöse, soziale und politische Forderungen verband. Die Bauern forderten mehr Selbstbestimmung, Abschaffung von Abgaben und eine neue, egalitäre Gesellschaftsordnung, inspiriert durch eine eigene bäuerliche Theologie. Hans Girenbader verkörpert diesen Wandel vom Bauernführer zum Täufer. Nach der Niederlage der Bauern wurde die Bewegung unterdrückt, doch viele Impulse lebten in der Täuferbewegung weiter. Die Forschung betont heute die enge Verbindung von religiösen und sozialen Motiven in dieser Zeit und die nachhaltige Wirkung auf spätere gesellschaftliche Entwicklungen.

Autor/innen-Biografie

Matthias Hui

Matthias Hui, geb. 1962, studierte in Zürich, Bern und Berlin reformierte Theologie. Er schloss mit einer Examensarbeit zur ländlichen Reformation im zürcherischen Grüninger Amt ab. Heute ist er als Co-Redaktionsleiter der religiös-sozialen Zeitschrift Neue Wege und als Vizepräsident der Schweizerischen Menschenrechtsinstitution SMRI tätig.

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Veröffentlicht

2026-09-01