Der aufrührerische Täufer Hans Girenbader
Ein exemplarischer Lebensweg in der Bewegung der radikalen bäuerlichen Reformation auf der Zürcher Landschaft von 1525
DOI:
https://doi.org/10.82929/mgbl.v82i1.213024Abstract
Der Autor analysiert die radikale bäuerliche Reformation und den Bauernkrieg von 1525 im Zürcher Oberland am Beispiel von Hans Girenbader. Er zeigt, wie sich die Reformation von einer theologischen Bewegung zu einer breiten, gesellschaftlichen Massenbewegung entwickelte, die religiöse, soziale und politische Forderungen verband. Die Bauern forderten mehr Selbstbestimmung, Abschaffung von Abgaben und eine neue, egalitäre Gesellschaftsordnung, inspiriert durch eine eigene bäuerliche Theologie. Hans Girenbader verkörpert diesen Wandel vom Bauernführer zum Täufer. Nach der Niederlage der Bauern wurde die Bewegung unterdrückt, doch viele Impulse lebten in der Täuferbewegung weiter. Die Forschung betont heute die enge Verbindung von religiösen und sozialen Motiven in dieser Zeit und die nachhaltige Wirkung auf spätere gesellschaftliche Entwicklungen.Downloads
Veröffentlicht
2026-09-01
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