Artifizieller Diskurs statt revolutionärer Handlung

Unvollständige Bemerkungen zu einem nicht realisierten DEFA-Szenarium: Thomas Müntzer in Allstedt aus dem Jahr 1984

Autor/innen

  • Michael Grisko

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v81i1.193677

Abstract

Das nicht realisierte DEFA-Szenarium "Thomas Müntzer in Allstedt" von 1984 wählt einen ungewöhnlich artifiziellen und diskursiven Zugang zur historischen Figur Müntzer.  Die Handlung bleibt bewusst distanziert, verzichtet auf große dramatische Höhepunkte und verlagert die Entscheidung vom Schlachtfeld in den Diskurs. Dadurch entsteht ein Bild von Müntzer, das das revolutionäre Pathos relativiert und die Fragilität sowie die Unsicherheiten revolutionärer Prozesse betont.

Autor/innen-Biografie

Michael Grisko

Prof. Dr. Michael Grisko ist Geschäftsführer der Richard Borek Stiftung und Honorarprofessor an der Universität Erfurt. Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen in der Kultur- und Mediengeschichte, insbesondere der DDR und der Weimarer Republik.  Mit dem Thema „Thomas Müntzer in Film und Fernsehen“ beschäftigt er sich seit 2012.

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Veröffentlicht

2026-06-27