Die bayerischen Amischen und die Meidung
DOI:
https://doi.org/10.82929/mgbl.v81i1.193676Abstract
Die Meidung (Bann) war bei den bayerischen Amischen ein zentrales Instrument zur Wahrung der Reinheit und Disziplin der Gemeinde. Sie diente dazu, Mitglieder, die gegen Glaubensregeln verstießen, zeitweise oder dauerhaft aus der Gemeinschaft auszuschließen. Die Meidung umfasste nicht nur den Ausschluss vom Abendmahl, sondern auch eine soziale Absonderung. Wiedereingliederung war nach öffentlicher Reue und Buße möglich. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Praxis von der jüngeren Generation zunehmend abgelehnt und verschwand nach der Fusion mit anderen Mennonitengemeinden Anfang des 20. Jahrhunderts vollständig aus der Gemeindepraxis.Downloads
Veröffentlicht
2026-06-27
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