Täufer vor dem Reichskammergericht: Endris Wertz gegen die Reichsstadt Heilbronn

Autor/innen

  • Beate Hummel

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v79i1.193595

Abstract

Der Fall des Täufers Endris Wertz vor dem Reichskammergericht (1536) zeigt, wie auch religiöse Randgruppen im 16. Jahrhundert auf ein faires Gerichtsverfahren und die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen vertrauen konnten. Trotz der allgemeinen Intoleranz und Verfolgung von Andersgläubigen wurde Wertz nicht benachteiligt, sondern erhielt die Möglichkeit, seine Position vor Gericht aktiv zu vertreten. Das Reichskammergericht folgte dabei vorschriftsmäßig der Gerichtsordnung und prüfte die Vorwürfe gründlich, was den Fall zu einem Musterbeispiel für die sorgfältige Arbeit des Gerichts in einer Zeit religiöser Konflikte macht.

Autor/innen-Biografie

Beate Hummel

Beate Hummel hat an der Universität Tübingen Neuere und Neueste Geschichte studiert und wurde dort mit einer Dissertation zu „Täufer in schwäbischen Reichsstädten: Die Auseinandersetzung mit religiösen Devianten im 16. Jahrhundert“ promoviert (Dr. phil.).

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Veröffentlicht

2026-06-22