In der Stadt und von der Stadt: Die Täufer in der Wirtschaftsgeschichte des Goldenen Zeitalters der Niederlande

Ein Gegenentwurf zum agrarisch geprägten Mennonitentum

Autor/innen

  • Mary S. Sprunger

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v79i1.193590

Abstract

Der Artikel zeigt, dass die Mennoniten in der Niederländischen Republik während des Goldenen Zeitalters von Anfang an eine städtische, wirtschaftlich aktive und sozial integrierte Minderheit bildeten. Im Gegensatz zu den ländlich orientierten Mennoniten in anderen Teilen Europas und Nordamerikas waren die niederländischen Mennoniten maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung der Städte beteiligt, insbesondere in Amsterdam. Sie waren als Unternehmer, Kaufleute, Handwerker und Investoren tätig, nutzten die Chancen der expandierenden Wirtschaft und waren in das bürgerliche und soziale Leben der Stadt voll integriert. Gleichzeitig hielten sie an ihrer religiösen Identität fest. Sprunger widerlegt damit den Mythos, dass Mennonitentum grundsätzlich mit ländlicher Abgeschiedenheit verbunden sei, und zeigt, dass städtische Integration und wirtschaftlicher Erfolg ebenso Teil der mennonitischen Geschichte sind.

 

Autor/innen-Biografie

Mary S. Sprunger

Prof. Dr. Mary S. Sprunger lehrt seit 1992 an der Eastern Mennonite Universityin Harrisonburg, Virginia, U. S. A. Neben ihrer Lehrtätigkeit als Historikerin ist sie Programmdirektorin für Historische und Politische Wissenschaft. Ihre akademischen Grade hat sie am Bethel College (Newton, Kansas) und an der  University of Illinois (Champain Urbana, Illinois, U. S. A.) erworben. Sie hat zahlreiche Artikel zur sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Mennoniten im „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande veröffentlicht.

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Veröffentlicht

2026-06-22