1525 – das Jahr

Autor/innen

  • Astrid von Schlachta

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v78i1.193559

Abstract

Das Jahr 1525 war ein entscheidender Wendepunkt: Die Täuferbewegung entstand als eigenständige, radikale Reformbewegung im Kontext gesellschaftlicher, politischer und religiöser Umbrüche der Reformationszeit. Die bewusste Glaubenstaufe, die Ablehnung der Kindertaufe und die Entwicklung neuer Gemeindestrukturen markierten einen Bruch mit bestehenden kirchlichen und  gesellschaftlichen Traditionen. Diese Bewegung war geprägt von einem Aufbruch in eine verbindliche, gemeinschaftsorientierte Lebensweise, die sich durch Gleichheit aller Mitglieder, Distanz zur etablierten Kirche und eine konsequente Nachfolge Jesu Christi auszeichnete. Die Täufer wurden dadurch zu einer hochpolitischen Angelegenheit, da ihre Forderungen nach religiöser und sozialer Erneuerung bestehende Machtstrukturen herausforderten und gesellschaftliche Sprengkraft entfalteten.

Autor/innen-Biografie

Astrid von Schlachta

PD Dr. Astrid von Schlachta lehrt an den Universitäten Regensburg und Hamburg und ist Leiterin der Mennonitischen Forschungsstelle Weierhof sowie Vorsitzende des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung 1525 −2025“

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Veröffentlicht

2026-06-16