Das Mennonitische Zentralkomitee (MCC) und die Mennoniten in der Sowjetunion während der 1950er Jahre

Autor/innen

  • Johannes Dyck

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v77i1.193544

Abstract

im Juli 1920 wurde in Nordamerika das Mennonite Central Committee  als Reaktion auf die Leiden der Mennoniten in der Sowjetunion
gegründet. Die vorliegende Studie richtet den Blick auf Initiativen des MCC für die verfolgten Glaubensgeschwister in der UdSSR nach dem Tod Stalins (1953). In der kurzen Phase politischer Lockerung zwischen 1955 und 1957 nutzte das MCC die Gelegenheit, um Kontakte zu den Mennoniten in der Sowjetunion herzustellen, Hilfsmaßnahmen zu organisieren und die internationale Aufmerksamkeit auf deren Lage zu lenken. Diese Aktivitäten führten dazu, dass die Mennoniten aus einer Phase der politischen Nicht-Existenz herausgeholt wurden und erstmals wieder als eigenständige religiöse Gruppe wahrgenommen wurden. Diese Phase war zwar nur von kurzer Dauer, hatte aber nachhaltige Auswirkungen auf die internationale Vernetzung und die Unterstützung der Mennoniten in der UdSSR.

Autor/innen-Biografie

Johannes Dyck

Johannes Dyck ist Prediger der Mennonitischen Brüdergemeinde Lemgo und leitet das Institut für Theologie und Geschichte am Bibelseminar Bonn.

Downloads

Veröffentlicht

2026-06-15