Täuferische Zweideutigkeit im Ringen um die Gerechtigkeit in der Welt

Acht Thesen

Autor/innen

  • Calvin W. Redekop
  • Norman C. Kraus

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v76i1.149171

Abstract

Der Beitrag analysiert die ambivalente Rolle der Täufer im historischen und gesellschaftlichen Kontext, insbesondere ihre Theologie, Verantwortung und Friedenszeugnis. Die Hauptthese ist, dass das täuferische Friedenszeugnis und die daraus abgeleitete Theologie historisch zu einer problematischen Zweideutigkeit geführt habe: Einerseits betonen Täufer und Mennoniten die Absonderung von der Welt und eine radikale Gewaltlosigkeit, andererseits stehen sie vor der Herausforderung, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für Gerechtigkeit einzusetzen. Diese Spannung zwischen Absonderung und Engagement hat zu einer Verengung der täuferischen Theologie geführt, die heute kritisch hinterfragt und weiterentwickelt werden muss, um sowohl dem Friedensauftrag als auch der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gerecht zu werden.

Autor/innen-Biografien

Calvin W. Redekop

Prof. Dr. Calvin W. Redekop lehrte an mennonitischen Colleges im Fach Soziologie und ist mit zahlreichen Veröffentlichungen über die Mennoniten bekannt geworden, vor allem mit seinem Buch "Mennonite Society" (Baltimore 1989).

Norman C. Kraus

Prof. Dr. C. Norman Kraus lehrte viele Jahre am Goshen College / USA und nahm von 1980 bis 1987 einen Lehrauftrag des Mennonite Board of Missions and Charities in Asien, vor allem in Japan, wahr. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen die beiden Bände "Jesus our Lord" (1990) und "God the Savior" (1991).

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Veröffentlicht

2026-06-16