Der Mennonit und Nationalsozialist Otto Andres (1902 -1975)

Wie die Identifikation mit dem Nationalsozialismus mancher Mennoniten zum Problem für die gesamte Glaubensgemeinschaft wurde

Autor/innen

  • Imanuel Baumann

DOI:

https://doi.org/10.82929/mgbl.v75i1.149131

Abstract

Am Beispiel von Otto Andres wird deutlich, wie ein einzelner, einflussreicher Mennonit durch seine NSDAP-Funktionen und seine Haltung zur Kirchenpolitik die Glaubensgemeinschaft unter Druck setzte und die Gefahr einer Zerschlagung der mennonitischen Gemeinden real wurde. Die Entwicklung von Andres – vom aktiven Gemeindemitglied zum überzeugten Nationalsozialisten, der sich schließlich von der Kirche distanzierte – steht exemplarisch für die Spannungen und Brüche, die durch die Nähe zum Nationalsozialismus innerhalb der Mennoniten entstanden.

Autor/innen-Biografie

Imanuel Baumann

Dr. Imanuel Baumann ist Mitarbeiter am Haus der Geschichte Baden-Württemberg, zuständig für die Geschichtsvermittlung am „Hotel Silber“, der früheren Gestapo-Zentrale für Württemberg und Hohenzollern. Sein Aufsatz ist Teil einer größeren Studie zur täuferischen Tradition und Staatsgewalt im 20. Jahrhundert, die aus einem Projekt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Jahren 2014 bis 2017 hervorgegangen ist.

Downloads

Veröffentlicht

2026-06-08